Apostroph – mit Wissen gegen den November-Blues

Wenn graue Nebelschleier die feuchtkalte Landschaft zäh einhüllen und die verlassenen Äcker, einsamen Wege und müden Wiesen mit morgendlichem Reif überziehen - dann ist er da, der November. Doch kein Grund für den berüchtigten November-Blues! Lassen Sie sich mit ein bisschen Wortwissen die aufkommenden trüben Gedanken vertreiben und erhellen wir stattdessen unseren Geist:

Im römischen Kalender war der November ursprünglich der 9. Monat (lat. novem = neun). Im Jahr 153 vor Christus wurde der Jahresbeginn dann um 2 Monate vorverlegt, sodass die direkte Beziehung zwischen Name und Monatszählung verloren ging. Rund 1'000 Jahre später führte Karl der Grosse die deutschen Bezeichnungen Windmond sowie Nebelung ein; bekannt ist der November auch unter den Namen Schlachtmonat - wer kennt sie nicht, die «Metzgete»? - oder Trauermonat, wegen der Totengedenktage zu Monatsbeginn. Doch geben wir der darob schleichend aufkommenden Tristesse keine Chance und wenden wir uns den Bauernregeln zu. Da heisst es für das heutige Datum, den 23. November: «Dem heiligen Klemens traue nicht, denn selten zeigt er ein mild' Gesicht». Hm, und was bedeutet das für den weiteren Verlauf des Winters? Wird er also eher mild - oder im Gegenteil besonders rau? Eine heitere Antwort auf solche Überlegungen hält einer parat, der den Schweizerinnen und Schweizern seit den 60er-Jahren einen (Sprach‑)Spiegel vorhält: Emil Steinberger. Entgehen wir dem November-Blues also ganz pragmatisch mit diesem «Värsli» von ihm: 

«Im Novämber, im Novämber,
da dänkt me zrugg a Septämber».

Doch Apostroph wäre nicht Apostroph, wenn wir nicht auch in die Zukunft schauen würden: Gern sind wir auch im neuen Jahr wieder mit qualitätsvollen und umfassenden Sprachdienstleistungen für Sie da - Monat für Monat, Tag für Tag.