Gleich und gleich gesellt sich gern

Wenn eine Unglückszahl und ein „schwarzer Tag“ sich zusammentun

Zum Glück gibt es keinen 13. Monat. Stellen Sie sich vor, was erst an einem Freitag, dem 13.13. alles passieren könnte! Da würde sich das Unglück ja verdoppeln. So weit hergeholt ist das allerdings nicht. Das mit dem 13. Monat. Vor der Einführung der Sonnenzeit lebten die Menschen nach dem Mondkalender. Und da das Jahr 13 Vollmonde hat (ein Mondzyklus dauert 28 Tage) gab es auch 13 Monate. Mit der Einführung des Sonnenkalenders versuchte man, die Menschen mit allen Mitteln vom Mondkalender abzubringen, und verlieh darum der Zahl 13 eine negative Bedeutung. Diese hat sich im Lauf der Zeit vermehrt: Der Tag hat zweimal zwölf Stunden, das Jahr zwölf Monate, und Jesus hatte zwölf Apostel. Der 13., der dazu kam, war Judas, der Verräter. Im Märchen vom Dornröschen gibt es nur zwölf goldene Teller, so dass die 13. Fee keinen Platz am Tisch findet und daraufhin die Prinzessin verwünscht. Lange hiess die 13 im deutschen Volksmund das „Dutzend des Teufels“. Ähnlich wie die Zahl 13 steht der Freitag für negative Ereignisse, für einen „schwarzen Tag“: Er ist der Todestag von Jesus und auch Adam und Eva wurden an einem Freitag aus dem Paradies vertrieben. 1929 markierte schliesslich der „schwarze Freitag“ mit dem Börsenkrach in New York den Beginn der Weltwirtschaftskrise. Zu der Zeit standen die Unglückszahl 13 und der negativ besetzte Wochentag für sich allein. Warum und wie sie zueinander gefunden haben, weiss man nicht genau. Gleich und gleich gesellt sich gern, heisst es. Und passt es nicht auch zu uns Menschen, stets die Steigerung zu suchen? So kommt das eine zum anderen. Und jetzt passen Sie bloss auf, dass Ihnen an diesem Tag nicht auch noch eine schwarze Katze über den Weg läuft!

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