# # # #

Das Zeichen der Zeit

Wer hätte das gedacht: Das Schweizer Wort des Jahres ist gar keins! Und trotzdem weiss inzwischen jeder, was mit dem Zeichen # gemeint ist. Insbesondere seit der Kurznachrichtendienst Twitter es verwendet, zwitschert alle Welt fröhlich die aktuellsten News über den gut schweizerischen Gartenhag (englisch: «hashtag») hinaus. Grund genug für die aus bekannten Schweizer Autoren und Sprachkennerinnen zusammengesetzte Jury, den vier übereinandergelegten Strichlein die Ehre als Wort des Jahres zu erweisen.

Etwas weniger ehrenhaft ist dagegen das von der gleichen Jury gekürte Unwort des Jahres: Dichtestress. Das Wort stammt ursprünglich aus der Biologie und bedeutet, dass zu grosse Populationen von Tieren unter extremem Stress leiden, sodass einzelne sogar daran sterben können. Der Begriff wurde von bürgerlicher Seite aus der Tierwelt in die Politik übernommen und prägte die Diskussionen zur Masseneinwanderungsinitiative und zu Ecopop. Ebenfalls die Runde machte das Wort in der Schweiz im Zusammenhang mit Bienen – die fleissigen Honigsammlerinnen sind hierzulande derzeit so beliebt, dass es inzwischen schon ganze Imkersets für Städter gibt. Doch auch hier gilt, das gesunde Mass im Auge zu behalten. Denn wer will schon gestresste Bienenschwärme, die auf Nahrungssuche dicht an dicht um unseren Coupe Romanoff schwirren? 

Hashtag