Unwort des Jahres 2017

Apostroph – nur keine falschen Behauptungen

Kaum jemals hat eine einzelne Person die Medienwelt derart auf Trab gehalten wie letztes Jahr Donald Trump: Kein Fettnäpfchen liess er aus und jede noch so unbedeutende Twitter-Nachricht des US-Präsidenten wurde in der Öffentlichkeit akribisch auf deren Gehalt und Strategie analysiert – vielfach blieb dabei nichts als warme Luft übrig. Doch halt! Gab es da nicht auch noch scheinbar stein- und beinharte Fakten? Zum Beispiel, dass bei Trumps Amtseinführung so viele Zuschauer der Zeremonie beiwohnten wie nie zuvor bei diesem Anlass? – Fotoaufnahmen der Feier legten allerdings einen komplett anderen Schluss nahe und so bezeichnete Trumps Beraterin Kellyanne Conway sie kurzerhand als «alternative Fakten».

Der Begriff ging rasend schnell um die ganze Welt und hat es nun auch in die deutsche Liste der Unwörter des Jahres geschafft. «Die Bezeichnung ist der verschleiernde und irreführende Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen», schrieb die Jury dazu und weiter: «Er steht für die sich ausbreitende Praxis, den Austausch von Argumenten auf Faktenbasis durch nicht belegbare Behauptungen zu ersetzen.»

Natürlich – wir von Apostroph Group können auch nicht alle Fakten auf ihre unverrückbare Wahrheit und Richtigkeit hin überprüfen. Doch unsere ausgefuchsten Sprachprofis nehmen Texte nach allen Regeln der Kunst unter die Lupe. Und wenn sie dabei Argumentationsstolperer, Worthülsen oder Inkonsistenzen entdecken, können Sie sicher sein: Wir lassen Sie sprachlich nicht ins Fettnäpfchen treten.